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Alternativen

Was passiert, wenn sich der ersehnte Nachwuchs nicht einstellt?

Neben aller Hoffnung besteht auch die Möglichkeit, dass es zu keiner Schwangerschaft kommt, dass die Therapie vergeblich ist. Gerade für diesen traurigen Fall sollten Paare gewappnet sein: gemeinsam erarbeitete Alternativen mildern die Enttäuschung.
Mögliche Signale, dass der Zeitpunkt gekommen ist, können sein:

  • wenn Sie immer weniger Lust haben, an den fruchtbaren Tagen mit Ihrem Partner zu schlafen
  • wenn der Gang in die Fertilitätspraxis immer mühsamer wird
  • wenn Sie Arzttermine verpassen oder vergessen, Medikamente einzunehmen
  • wenn Sie sich isolieren und zu nichts mehr Lust haben
  • wenn sich alles um das nicht existierende Kind dreht
  • wenn die Aussicht auf eine Schwangerschaft immer unwahrscheinlicher wird

Worauf kann ich mich jetzt freuen?

  • machen Sie eine Liste mit all den Vorteilen und Freiheiten, die Paare ohne Kinder genießen
  • planen Sie Urlaube, die mit Kindern nicht möglich wären
  • probieren Sie Dinge aus, die sie schon lange interessieren
  • nehmen Sie Kontakt zu Paaren auf, die ebenfalls kinderlos sind
  • suchen Sie Kontakt zu Menschen, von denen sie sich verstanden fühlen
  • sehen Sie auch die Nachteile einer Mutterschaft, Stress und Verzicht halten dem Glück oft die Waage.

Trotzdem Eltern werden

Wenn Sie dennoch einem Kind eine geborgene Familie schenken möchten und bereit sind, die Verantwortung für ein Leben zu übernehmen, so kann eine Adoption oder die Annahme eines Pflegekindes die Lösung darstellen. Diese ist aber nur dann sinnvoll, wenn sie nicht als Notlösung herhält. Sie und Ihr Partner müssen diesen Weg bewusst und gerne gehen.

Adoption

Die Adoption (jur.: "Annahme an Kindes Statt") ist die rechtliche Nachbildung eines Eltern-Kind-Verhältnisses und bedarf einer gerichtlichen Bewilligung. In Österreich werden Adoptivkinder vorzugsweise an Ehepaare vermittelt. In der Praxis adoptieren meist Paare im Alter von 35 bis 40. Ein Höchstalter für Adoptionen ist gesetzlich nicht verankert. In der Praxis kann es aber als Grund für die Verweigerung einer Adoption geltend gemacht werden.

Da das Interesse an Adoptionen groß ist, müssen Bewerber/innen mit einer Wartezeit von zumindest zwei bis drei Jahren rechnen. Vom Zeitpunkt, da ein Kind – mit der Absicht, es zu adoptieren – in unentgeltliche Pflege übernommen wird, bis zum Abschluss der Adoption, dauert es erfahrungsgemäß ein weiteres Jahr.

Pflegekind

Pflegekinder haben oft verwahrloste oder traumatisierende Familienverhältnisse erlebt und sind daher häufig besonders zu fördern bzw. im alltäglichen Umgang "schwierig". Ohne Erziehungserfahrung ist von der Entscheidung ‘Pflegekind’ dringend abzuraten.